Jul
24
2007
… Kolumbien, bzw. Providencia oder San Andres.
Wir sind wieder auf der Piste. Seit 4.00 Uhr motoren wir genau 90 Grad um noch ein wenig Ost gutzumachen. Wenn alles gut laeuft und der Wettergott mitspielt, koennen wir in ca. 2-3 Stunden die Segel setzen und dann gemuetlich nach Sueden segeln.
Gestern ging es noch einmal an Land um den Eremiten zu besuchen. Wir hatten vorher unsere Backskisten nach Dosengerichten durchsucht und ihm davon einige mitgebracht, damit der arme Kerl nicht immer nur Reis mit Bohnen und Fisch, bzw. Fisch mit Reis und Bohnen oder manchmal auch Bohnen und Fisch und Reis essen muss
. Als Dank gab es fuer uns ein paar schicke Muschelgehaeuse fuer die Lieben daheim und reichlich praeparierte Kokosnuss fuer uns
.
Ich leg mich jetzt erstmal aufs Ohr … bis spaeter!
Dieser Artikel wurde am 24. Juli 2007 (Dienstag) um 07:15 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Der Besuch ...!!
Topics: Cayos Vivorillo, Honduras
Jul
23
2007
… Ausfall.
Irgendwie scheint einiges an Bord zu ahnen, das wir auf dem Weg nach Panama, also zu den Shipchandlern sind. In letzter Zeit war uns schon aufgefallen, das die Batterien irgendwie nicht mehr den Saft so gehalten haben, wir wir uns das vorstellten. Nachdem dann getsern morgen die Anzeige schon wieder bis auf 12.1 Volt hinunter war - obwohl wir ja am Tag vorher gerade fast 12 Stunden motort hatten - sind wir der Sache dann doch mal genauer auf den Grund gegangen. Irgendwo musste ein Leck sein aus dem der Strom nur so raustroepfelte.
Es dauerte nicht lange und wir hatten den Uebeltaeter gefunden! Eine der Batterien schien einen Kurzschluss zu haben, war kochendheiss und die Saeure brodelte regelecht. Also … abgeklemmt und nu ist alles wieder prima. Der Wind und die Sonne reichen wieder, um unsere Energie oben zu halten.
Also irgendwie ist seit dem Rio Dulce er Wurm in unserer Elektrik. Erst eins der Solarpanele, dann die Lima, nun eine Batterie …. seltsam. Oder einfach der Zahn der Zeit? Oder hat uns die Batterie darauf hinweisen wollen, das man tunlichst NICHT an einem Freitag losfaehrt? Ich vermute allerdings, das Schicksal will, das wir nicht an den Shipchandlern in Panama vorbeirennen sollen, ohne die Visa zu zuecken
.
Ok … ihr wisst ja wo die Google Leiste zum anklicken ist
:-)
Dieser Artikel wurde am 23. Juli 2007 (Montag) um 08:30 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Parkprobleme ...!!
Topics: Honduras
Jul
22
2007
… kleine verstreute Inselgruppe samt vorgelagertem Riff.
Also der ideale Platz fuer einen Stopover. Eigentlich wollten wir zuerst auf die 15 sm entfernten Hobbies, aber irgendwie passte dieses Fleckchen dann doch besser in die Routenplanung. Von hier aus geht es jetzt wieder suedwaerts, d.h. der Wind darf jetzt gerne wieder zunehmen. So 15-20 kn. waeren nett
. Naechstes Ziel ist entweder Providencia oder San Andres welche beide schon zu Kolumbien gehoeren. Da wir San Andres allerdings schon kennen, wird es wohl wahrscheinlich Providencia werden. Mal sehen wie es so laeuft!!
Das klackern an der Welle scheint uebrigens tatsaechlich vom Lager zu kommen, die Opferanode sitzt bombenfest.
. Wir werden uns nun also ueberlegen muessen, wo wir bei Zeiten aus dem Wasser gehen um Welle, Lager und Schraube wieder zu richten. Colon in Panama waere naheliegend, allerdings sollen die Marinas und Standplaetze dort exorbitant teuer sein. Andere Moeglichkeit waere Cartagena, zwar guenstiger, aber nicht sooo gut ausgestattet. Obwohl … in jedem Fischerhafen sollte es eigentlich Jungens geben, die soetwas hinbekommen?? Supi! Werd ich wohl morgen mal die moeglichen Marinas anmailen.
Aber sonst ist alle in bester Ordnung. Auf einer der hiesigen Inseln lebt ein einsamer Aussenposten, der gestern gleich angerudert kam und uns um Zigaretten bat. Obwohl ich ja jetzt Nichtraucher bin (quaelend!!) haben wir fuer solche Momente natuerlich immer einen Notvorrat an Bord. Als Dank versorgte er uns spaeter mit Kokosnuessen und Conchfleisch. Guter Tausch
Dieser Artikel wurde am 22. Juli 2007 (Sonntag) um 18:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Hier ...!!
Topics: Cayos Vivorillo, Honduras
Jul
21
2007
… ruht die See!
Also da kann man sich wirklich nicht beklagen. Viel besser haette das Timing eigentlich kaum sein koennen. Wie vorhergesagt hatten wir die letzten 24 Std. eine laue Brise auf die Nase und dazu so gut wie keine Welle. Das machte den Abschied von Guanaja doch erheblich einfacher. Ehrlich gesagt konnten wir uns schwer trennen, da es uns letztendlich sehr gut gefallen hat und wir viele nette Menschen kennengelernt haben. Anyway … es gab entspanntes motoren und gegen Abend sogar noch ca. 7 Std. Winddrehung auf Nordost mit Zunahme auf 15 Knoten und dadurch erholsames dahingleiten unter Segeln
.
Aber wir haben ein kleines neues Problem. Scheinbar hat sich bei unserem kleinen Korallenkopfkontakt doch die Schraube ein wenig verbogen. Bis dato konnte ich eigentlich nix erkennen, aber seit gestern macht unsere Schraubenwelle doch zunehmend Geraeusche. Vielleicht ein Schaden durch die Unwucht?? Oder koennte es eventuell eine sich gelockerte Opferanode auf der Welle sein? Nix genaues weiss man nicht. Wir werden das Problem beim naechsten Stop mal angehen.
Ansonsten laeuft alles prima! 30 Meilen to go!
Dieser Artikel wurde am 21. Juli 2007 (Samstag) um 07:15 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Pause ...!!
Topics: Honduras
Jul
20
2007
… Schlafmuetzenalarm auf der Lauan
Wie ihr seht, ist es mit der Abreise um 23.00 Uhr nichts geworden. Kleiner Besuch bei Graham, kleiner Besuch bei Hans … 20.00 Uhr zurueck an Bord. Ach komm, 2 Stunden schlafen und dann los! Klar, gute idee … nur … wie ihr seht waren die 2 Stunden dann doch ausgiebiger. Punkt 3 bin ich wach geworden!
Nun ist es zwar Freitag, aber da muessen wir nun durch. Daumen druecken … wir sind unterwegs!!
Dieser Artikel wurde am 20. Juli 2007 (Freitag) um 04:54 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: 4 eckige ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras
Jul
19
2007
… die Wetterkarte an
!! Das heisst ABMARSCH!!
Darauf haben wir doch wohl lange genug gewartet! Die aktuelle 24 Std. Karte zeigt so gut wie nix an Wind und Welle, somit duerfte der Trip zur Ecke von Honduras ein Kinderspiel werden. Auch fuer die naechsten Tage ist extrem ruhiges Wetter angesagt.
Wir gehen jetzt geich noch einmal rueber zu Josh und werden dann von dort aus gegen 23.00 Uhr starten, weil, Freitags fahren wir nicht los
. Unser erster Trip wird ca. 30 Stunden dauern. Dann sind wir an der Ecke angekommen, werden da 1-2 Tage bleiben und dann den (dann hoffentlich wieder auffrischenden) Wind bis hinunter nach Panama nutzen. Ok … c u later!!
Unser Wetter: http://weather.noaa.gov/fax/gulf.shtml
Unser naechster Stop: http://www.welt-atlas.de/datenbank/karte.php?kartenid=8-629
Dieser Artikel wurde am 19. Juli 2007 (Donnerstag) um 08:56 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Harte Arbeit ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras
Jul
18
2007
… troepfelten so dahin.
Das Hauptaugenmerk lag natuerlich taeglich auf den Wetterberichten. Und tatsaechlich … es deutete sich eine extreme Wetterberuhigung an. Also begannen wir mit der Planung unserer Abreise!
Dazu gehoerte natuerlich auch ein letzter Freitagsbesuch auf dem Maincay. Obst und Gemuese bunkern und nochmal bei Martin vorbeischauen. Ihr wisst schon, der Elektriker, der sich noch einmal unsere Lima zur Brust nehmen wollte. Leider gab es diesbezueglich schlechte Nachrichten. Die Jungs auf dem Festland haben die Lima definitiv nicht repariert. Teile der Dioden sind immer noch im Ar…! Naja … was solls … zahlen und lernen
. Dafuer hatte er aber eine guenstige neue Lima im Sack und, um es kurz zu machen, wir haben wieder Strom!!! Halter passend, Anschluesse passend …. YES!!
Samstag Nacht dann ein etwas seltsamer Vorgang! Irgendwann gegen 4.00 morgens sitzen Heike und ich senkrecht im Bett und scheuen uns an. Was war das denn gerade?? Einbrecher? Walattacke? Mast umgefallen? Eine kurze, mit Machete bewaffnete, Inspektion ergab nix genaues, also weiteschlafen. Beim samstaeglichen Nachmittagscocktail auf Joshs Cay dann die Erleuchtung. Ey guys … did you feel the Earthquake? Aha … wir erlebten in der Nacht also unser erstes Erdbeben. Fragt jetzt bitte nicht wie stark, ich weiss nur, das es scheinbar gut gerumst haben muss. Die Inselbewohner sprachen von wackelnden Haeusern und wir haben es ja immerhin vor Anker liegend gespuert??!!
Den Sonntagabend verbrachten wir dann noch einmal mit unseren neuen russischen Freunden beim Sundowner. Sie sind am Montagmorgen gestartet und das musste noch klein gefeiert werden
. Die 3 wollten ja eigentlich auch nur 2 Tage auf Guanaja bleiben. Nun sind es 3 Wochen geworden.
Unser Plan war es am Dienstag zu folgen! Also am Montag noch einmal rueber in die Sandy Bay damit wir uns dort von allen verabschieden konnten. Immerhin sind wir jetzt ja fast 7 Wochen hier und da haut man ja nicht einfach so ab. Ziemlich bloede Idee!!!
Den Abend verbrachten wir bei Picco (dem hiesigen TO-Stuetzpunktleiter) in dessen Strandbar. Tja … was soll ich sagen … 3 Stunden und einige Rums spaeter war an eine morgendliche Abreise nicht mehr zu denken. Mit dem Restalkohol??? Nene … dont drink and drive
:-) !! Machte aber auch nix, da sich auf See zwischendurch mal wieder eine kleine Stoerung aufbaute. Nu isses schon wieder Mittwoch, aber spaetestens am Freitag ….. es geht los!!
Dieser Artikel wurde am 18. Juli 2007 (Mittwoch) um 09:37 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: So ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras, Joshs Cay, Sandy Bay, Wetter
Jul
17
2007
… Zwischenbericht!!
Es geht weiter!!!!! Ab Donnerstag ist Flaute und so gut wie keine Welle vorhergesagt. Yippiehhhh!
Bericht ueber die letzten Tage (Erdbeben, neue Lima, Abschiedsgelage …) gibts morgen.
Dieser Artikel wurde am 17. Juli 2007 (Dienstag) um 20:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Back home ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras
Jul
14
2007
… Shoppingtour!
Das muss jetzt aber der letzte Besuch vom MainCay gewesen sein
. Hans holte uns und unsere Nachbarn puenktlich um 12.00 Uhr ab, damit wir unsere letzten Einkaeufe erledigen konten. Frisches Obst und Gemuese sind nun gebunkert und der Wetterbericht sagt fuer die naechste Woche endlich wenig Welle voraus. Das riecht schwer nach Aufbruch!! Mittlerweile hat sich auch noch ein weiteres Schiff (SY Vagabund) zu uns gesellt. Wir hatten die beiden schon auf Roatan kennengelernt und auch sie wollen nun den Versuch starten und ueber die Banks in Richtung Panama preschen. Nun muss der Wettergott doch ein Einsehen haben!!!
Abends sind wir dann alle (mal wieder) ins Restaurant von Joshs Cay und haben uns schon mal einen auf die bevorstehende Abfahrt genehmigt
Falls ihr uebrigens mal sehen wollt, was es da so zu sehen gibt … ich hab einen Link zu Graham (dem Besitzer des Cays) in die Linkliste eingefuegt. Aber jetzt nicht gleich alle buchen - was zu verstehen waere -! Graham ist scheinbar nicht mittellos und betreibt den Cay eigentlich nur aus Hobby. Macht alles schoen, baut ein Guesthouse nach dem anderen und sagt doch tatsaechlich: Do not send me to much visitors. Not to much stress on this beautiful place
Rentner eben!!
Dieser Artikel wurde am 14. Juli 2007 (Samstag) um 08:14 Uhr geschrieben
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras, Joshs Cay
Jul
13
2007
… am Strand!
Um mal wieder die Beine zu vertreten sind wir rueber auf Joshs Cay. Bisher hatten wir es ja nie weiter als bis ins Restaurant geschafft, aber so langsam machen sich doch die steifen Glieder bemerkbar. Also … Strandspaziergang! Dort dann die Entdeckung des hiesigen Fundbueros. Die gesammelten Flip-Flops und Schuhe der letzten Zeit zur freien Auswahl!
Danach dann nochmal rueber zu Bavaria Hans. Bei ihm versagte seit dem letzten Unwetter die Satelittenanlage. Haben wir dann aber wieder hinbekommen und den Erfolg mit ein paar Flor de Caña Reserva (Rum aus Honduras) begossen. Klar … der Tag war dann gelaufen
Gleich gehts rueber zum Haupt Cay. Ein letztes Mal (HOFFENTLICH) einkaufen!
Dieser Artikel wurde am 13. Juli 2007 (Freitag) um 10:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Lebenszeichen ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras, Joshs Cay
Jul
4
2007
… ueber Alternativen zur Weiterfahrt hatten wir uns sogar auch schon gemacht
Das Daypic zeigt einen kleinen Teil des Anwesens von Anke und Bernd. Sie sind derzeit nicht vor Ort, haben es aber waehrend ihrer Abwesnheit immer ganz gern, wenn jemand dort wohnt und ein wenig die Augen offen haelt. Tja … was soll ich sagen … wir haben allen Ernstes daran gedacht uns hier fuer ein paar Monate haeuslich niederzulassen. Aber keine Sorge, nach 3 Tagen war der Gedanke schon wieder verflogen :-). Wir wollen weiter … Panama und die San Blas Inseln rufen! (Ja Ingo!! Auch die Hulas!!)
3. Teil der Lima Saga: Die Lima kam dann also eine Woche spaeter wieder zurueck. Stutzig machte mich als erstes die neue Lackierung. Statt in schickem Ferrari-Rot glaenzt sie nun in Silber. Haben wir das bestellt?? Egal … am naechsten Tag eingebaut kam gleich die Ernuechterung. Das Ding laeuft nur mit halber Kraft. Schlappe 20 Ampere am Ausgang und die Ladeleuchte geht nicht ganz aus. Prima!! Aber immerhin sind ja 20 Ampere besser als nix, also liessen wir die Maschine laufen um zu sehen ob sie wenigstens durchhaelt. Ihr ahnt es sicher schon …. 1 Stunde spaeter war es das! Nix geht mehr. Ladeleuchte knallhell und am Ausgang Null Ampere. Was tun?? Wir hatten 3 Moeglichkeiten: 1. Lima in den Flieger und wieder zurueckschicken (Ach neee, lass mal) 2. Nach La Ceiba zuruecksegeln und versuchen ob man vor Ort besser agieren kann (Auch bloed! Sind 80 sm die dann ja auch wieder zurueckgeduest werden muessen, dazu Marinagebuehren, staendig mit dem Taxi in die Stadt usw. usw.) 3. Sch … auf die Lichtmaschine! Wozu brauchen wir sie denn?
Und genauso machen wir das. Solar und Wind reichen fuer den normalen taeglichen Bedarf aus und im Notfall haben wir ja immer noch unseren kleinen Hondagenarator. Der schafft es zwar nicht das 50 Ampere Ladegeraet zu betreiben (wieso eigentlich nicht?), aber zum Glueck haben wir immer noch das Ladegeraet vom Voreigner an Bord. Macht zwar nur 15 Ampere, aber klappt mit dem Generator. Und falls jetzt der Einwand kommt: Ja.. aber … was ist mit den Starterbatterien?? No problem! Die haben 24 Volt und ihre eigene Lima
Eins haben wir bei diesem - zugegebenermassen eigentlich laecherlichem Problem - gelernt. Bevor es auf den Pacific und in entlegene Gegenden geht, muss doch eine groessere Ersatzteilliste her. Bis dato waren Reparaturen ja nie ein Hindernis. Irgendwo gab es immer einen Shipchandler oder Spezialisten der das benoetigte Material vor Ort hatte. Aber schon hier auf Guanaja wird eine fehlende Edelstahlmutter zu einem echten Problem.
Ach … und noch eine neue Erfahrung machen wir gerade. In den letzten 2 Jahren waren wir ja von Defekten weitestgehend verschont geblieben. Kein Wunder … war doch auch fast alles neu. Aber so langsam aber sicher nagt auch an Lauan Salzwasser und salzhaltige Luftfeuchtigkeit. Ueberall kleine Baustellen!
Wie sagte neulich ein anderer Segler beim Bier: Willkommen im Club! Wir reparieren uns um die Welt!!
Aber sonst geht es uns gut
Dieser Artikel wurde am 4. Juli 2007 (Mittwoch) um 16:30 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Passend ...!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras
Jul
1
2007
..an Bord!
Nur der Skipper war die letzten Wochen schlecht drauf und hatte irgendwie keinerlei Motivation um das Logbuch zu pflegen. Ob es an der mangelnden Glueckshormonproduktion durch das fehlende Nikotin oder an unserer abgerauchten Lichtmaschine und den verzweifelten Reparaturbemuehungen lag??? Wer weiss das schon. Nun ja, ihr seht das man auch trotz Palmen und tuerkisfarbenem Wasser mal nen klassischen Haenger haben kann! Nur nicht unterkriegen lassen heisst die Devise
Derzeitiger Stand ist: Wir liegen immer noch vor Guanaja und kommen nicht weg. Irgendwie hat sich mitten in der Karibik ein Gebiet mit ziemlich viel Wind festgesetzt und hinterlaesst seinen Einfluss auch hier. 20-25 Knoten aus Ost und 6-9 ft Welle aus der gleichen Richtung. Nicht das wir etwas gegen den Wind haetten …. auch die Wellen sind ja bekanntlich - wenn brav raumschots - nicht das grosse Problem, aber fuer die naechsten ca. 200 sm gilt das gleiche wie fuer den Weg hierher … Wind auf die Nase und Welle kurz und knackig … nene, nix fuer uns (und 2 anderen Schiffen die nach Panama wollen)!
Die Odyssee mit unserer Lima und anderen Kleinkram erzaehl ich euch in den naechsten Tagen. Lt. aktuellem Wetterfax bleibt das Wetter die naechsten 3 Tage noch so wie es ist und soooo viel gibt es von hier ansonsten nicht zu erzaehlen
Dieser Artikel wurde am 1. Juli 2007 (Sonntag) um 21:00 Uhr geschrieben
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras, Lichtmaschine
Mai
23
2007
… durch Roatan.
Das hatte doch perfekt geklappt. Der Mietwagen stand direkt am Dinghyanleger parat, war vollgetankt und die Klima hatte den Innenraum schon passend temperiert
. Da Roatan in gesamter Laenge gerade mal ca. 60 km misst, waren wir schnell am West End. Der Flaschen-TUEV war einfach zu finden und stellte sich zudem als seeehr freundlich und flexibel heraus. Eigentlich hatten wir ja geplant die Flasche noch am gleichen Tag wieder mitnehemen zu koennen was aber aus technischen Gruenden leider nicht moeglich war. No problem Sir! Der Inhaber faehrt jeden Freitag nach French Habour und bringt uns bei dieser Gelegenheit die Flasche vorbei
. Great!!
West End selbst ist soetwas wie der Hot Spot auf Roatan. Tauchschulen, Gift Shops und Kneipen reihen sich aneinander. Allerdings ist die Atmosphaere trotz der Masse sehr relaxed und die von uns erwarteten Hotelburgen und gepflasterten Shoppingmalls erwiesen sich als nicht existent. Statt Strasse durchzieht lediglich eine Sandpiste alles und sorgt ihrerseits dafuer als wenn die Zeit hier stehengeblieben waere.
Danach sind wir dann nach Coxen Hole gefahren. Eigentlich kann man um dieses Kaff einen grossen Bogen machen, aber bei unserem ersten Roatan Besuch waren uns schon die Garkuechen auf dem Markt aufgefallen, in den farbige Mamas mit extrem ausladenden Hintern allerlei schmackhaftes Food zubereiteten. Und genau dort wollten wir Mittag machen! Glaubt mir …. fuer den Teller mit Reis, Bohnen und extrem sensationellen Shrimps wuerdet auch ihr so manches 3 Sterne-Essen sausen lassen! Von der Atmosphaere drumherum mal ganz zu schweigen
.
na, das wars dann auch schon fast. Via French Habour fuehrt die Strasse in den Ostteil der Insel. Dieser besteht eigentlich nur aus Resten vom Regenwald und reichlich Neubaugebieten. Permanent geht es links oder rechts hinunter zu Megaressorts oder schwer bewachten Wohnanlagen fuer Amerikaner und Kanadier. Hier und da noch eine klitzekleine Ansiedlung von Einheimischen …. thats it! Der Ausverkauf laeuft!! Ruckzuck war die Tour also beendet und gegen 16.00 waren wir passend zum Kaffee auf Lauan.
Eins hatten wir allerdings noch vergessen. Huehner Kurt! Michael gab uns noch diesen Tip! Also nochmal los. Kurt ist waschechter Bayer, lebt mit seiner Familie seit 10 Jahren in einem Iglu auf Roatan und hat sein Hobby zum Beruf gemacht…. Haehnchenbraterei!! Sollte jemals jemand von euch nach Roatan kommen …. WIR haben schon lange nicht mehr so ein sensationelles Huehnchen gehabt
Ach, das Daypic zeigt ein privates U-Boot. Kann man tatsaechlich mieten und dann auf bis zu 2000 ft tauchen gehen. Leider war der Besitzer nicht vor Ort, aber ich besorg fuer Infos mal einen Internetlink.
Dieser Artikel wurde am 23. Mai 2007 (Mittwoch) um 07:32 Uhr geschrieben
Topics: Coxen Hole, French Habour, Honduras, Roatan, Tauchschule, West End
Mai
9
2007
… La Ceiba.
Irgendwie reisst es Utila dann doch nicht sooo raus
. Ok .. ist zwar einer der Orte, wo man wirklich die Seele baumeln lassen kann und es nix zu tun gibt als zu lesen, schwimmen, am Schiff rumproedeln, mal mit dem Dinghy in Town und nach dem rechten sehen oder halt eben tauchen …. aber uns springt es nicht soooo richtig an.
Tauchtechnisch sind wir irgendwie auch nicht weiter gekommen. Lt. Aussage einiger kennengelernter Taucher sollen die Spots wohl im Moment nicht sooo prickelnd sein. Truebe und dazu wenig Fisch. Und die Walhaie?? Tja …. seit Ostern wie von der Bildflaeche verschwunden. Die Tauchboote fahren schon gar nicht mehr hinaus sondern senden Spaeher aus. Jeden Tag der Stress mit zahlenden noergelnden Gaesten macht wohl keinen Spass!
Ok … wir sind also am Montag nen bisschen schnorcheln gewesen und haben dabei unser neues Unterwasserspielzeug getestet. Test bestanden … Kamera macht schicke Bilder und das Gehaeuse scheint dicht zu sein
. Aber einmal wollten wir natuerlich auch noch mit der Flasche tauchen. Die von uns gerade frisch in Fronteras erworbene Aluflasche wollten sie uns hier leider - wg. dubiosen TUV Stempel - nich fuellen. Supi … also muessen wir auch noch einmal nach Roatan. Nur dort gibt es einen Flaschen TUV. Musste doch irgendeinen Haken haben, warum die Pulle nur 25 US gekostet hat
. Anyway … Flasche leihen kostet hier nur 5 US, also konnten wir am Dienstag doch noch eine Runde diven. War aber wie vorhergesagt … maechtig trueb und wenig Fisch.
Nu ist schon wieder Mittwoch und gleich machen wir uns auf in Richtung La Ceiba. Drittgroesste Stadt an der Kueste Honduras und angeblich auch mit ein paar Shipchandlern gesegnet. Da sich nun auch langsam auf Lauan die ersten Ermuedungszeichen andeuten, brauchen wir dringend nen paar Ersatzteile. Nix wildes … paar Bloecke, Schlauchschellen, Dichtungen, Filter etc. etc.! Mal wieder den Bestand auffuellen.
Dieser Artikel wurde am 9. Mai 2007 (Mittwoch) um 16:31 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Shoppingtour ..!!
Topics: Fronteras, Guatemala, Honduras, La Ceiba, tauchen, Utila
Mai
6
2007
… auf der Welt der gleiche Stress und dieselben Nickligkeiten.
Wie wir dann gestern noch von Gunter erfuhren, scheint Utila in einem Umbruch. Der Tourismus und das damit einhergehende Geld hinterlassen auch hier ihre Spuren. Zunehmende Gier der Politiker, groesser werdende Kluft zwischen denen die viel und denen die gar nichts haben und daraus resultierende steigende Kriminalitaet sind auf diesem Kleinod mittlerweile ein ernstzunehmendes Problem. Wir verliessen Gunter nicht ohne seine eindringliche Warnung, das Schiff beim Verlassen gut zu verschliessen und wenn moeglich bei Einbruch der Dunkelheit wieder an Bord zu sein. Die allseits beliebte Seglerkneipe wird wohl abends von den duesteren Gestalten ins Visier genomen und waehrend des gemuetlichen Bieres wird dann zeitgleich das Schiff ausgeraeumt.
Ganz ehrlich … das haetten wir jetzt hier in dieser Schaerfe nicht erwartet. Wir muessen einfach noch sensibler werden.
Naja … heute ist Sonntag und auf der Insel ist ein Treffen der Glaeubigen angesagt. Da wird ja wohl Ruhe sein!!
Dieser Artikel wurde am 6. Mai 2007 (Sonntag) um 08:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Landtermin…!!
Topics: Bay Islands, Honduras, Utila
Mai
2
2007
… again!
Ok … dafuer, das ich euch in den letzten Wochen straeflich vernachlaessigt habe, nehme ich freiwillg einen Zentner Asche auf mein Haupt! Aber ich weiss auch nicht .. irgendwie fehlte mir tatsaechlich der richtige Motivationsschub. Wieso?? Keine Ahnung, vielleicht waren wir zu lange in Deutschland oder es lag an meinem neuen Status - Nichtraucher - ?? Aber egal .. nun gehts wieder weiter mit der Logbuchschreibselei.
Wir haben heute morgen - passend zum Hochwasser - die Sandbarre des Rio Dulce passiert und befinden uns nun auf dem Weg nach Utila, einer der 3 Bay Islands vor Honduras. Angeblich soll es sich da vortrefflich tauchen lassen. Bis dahin sind es aber noch ca. 90 Seemeilen und die werden ziemlich ungemuetlich. So wie es aussieht, muntere 2 m Wellen und Wind von vorne
Und die letzten Wochen?? Naja .. so richtig viel habt ihr nicht verpasst
. Unser Deutschlandbesuch erschien mir dann doch nicht so wirklich fuers Logbuch geeignet … also gestrichen. Aus den 6 Wochen sind dann allerdings doch 8 Wochen geworden. Ostern stand vor der Tuer, Umbuchung kostete nur 100 Dollar .. also .. verlaengert :-).
Der Rueckflug nach Guatemala City verleif reibungslos. Die Sorgen um unseren neuen Gennaker und dessen Behandlung durch die Zollbehoerden erwiesen sich als unbegruendet. Der deutsche Zoellner stempelte brav das Ausfuhrpapier (dadurch bekommen wir die zuvor bezahlte Mwst. wieder zurueck) und der guatemaltekische Zoll wurde durch 2 Damen vertreten, welche sich nur kurz unsere Geschichte anhoerten und uns dann von dannen ziehen liessen. Prima gelaufen! Ach .. da faellt mir ein .. wollt ihr die Geschichte vom deutschen Zoll bei unserer Einreise nach Deutschland hoeren? Ich .. seinerzeit noch Raucher .. hab natuerlich jeweils 2 Stangen Zigaretten aus Guatemala mitgenommen. Brav in die Duty Free Tueten verpackt und nix boeses dabei gedacht. Bis zur Zollkontrolle in Frankfurt! Zielsicher pickt uns dort eine Zoellnerin raus (war ja auch nicht schwierig .. wir hatten ja die Tueten unterm Arm) um uns zu erklaeren, das innerhalb der EU zwar 2 Stangen erlaubt sind, wir aber aus Uebersee kommen … und da ist nur 1 erlaubt. Ok .. sorry .. wussten wir nicht, lassen wir halt jeweils 1 hier! Nene, so einfach ist das nicht … ICH habe sie beim schmuggeln erwischt und das ist strafbar!! Das macht dann bitte pro Stange zuviel jeweils 90 Euro, insgesamt also 180 Euro!!! Was?? Wie?? Gute Frau .. wir wussten es wirklich nicht .. sonst haette ich doch bestimmt nicht die Stangen so offen spazieren getragen bzw. ich haette jemand anderem eine abgegeben. Naja .. langes Palaver hin und her, ich auf 180, Heike stinksauer! Sagt die Tante dann doch: OK .. ich glaub ihnen und drueck mal ein Auge zu … geben sie mir die Haelfte! Ab da war der Tag fuer mich gelaufen. Was denn nun? Schuldig oder nicht schuldig? Seit wann wird hier gemauschelt??
Dieser Artikel wurde am 2. Mai 2007 (Mittwoch) um 16:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Lauan allein…!!
Topics: Bay Islands, Guatemala, Honduras, Rio Dulce, Utila
Dez
23
2006
… entpuppt sich Roatan dann doch noch
Angesichts der anstehenden Feiertage haben wir dann gestern schonmal ausklariert und sind hierfuer mit dem Taxi in die Haupttown -Coxen Hole- gefahren. Zwar nicht viel sauberer als French Harbour, dafuer aber quirlig und mit mittelamerikanischem Flair. Zumindest so wie wir uns es vorstellen. Zum Glueck hatten wir einen Taxifahrer erwischt, der uns dann noch ein wenig durch die Gegend kutschiert und einiges zur Geschichte Roatans erzaehlt hat. Optisch ist Roatan bis auf die beiden genannten Staedtchen auch sehr ansprechend. Wir fanden die erwarteten Straende, blitzsaubere Ressorts und gewohnt nette Menschen. Anyway … fuer uns heisst -Adios- oder vielleicht auch -Hasta luego-. Wir werden die Bay Islands bestimmt noch einmal besuchen und Roatan dann eine neue Chance geben
Gleich werden wir aber versuchen den Anker aus dem Schlamm zu ziehen und dann auf nach Belize!!
OK ihr Lieben, da ich denke, das morgen keiner am Computer sitzt ….. ALLEN TREUEN LESERN EIN FROHES FEST UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!!!
Dieser Artikel wurde am 23. Dezember 2006 (Samstag) um 09:14 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Erinnerungen an Makkum …!!
Topics: Bay Islands, French Habour, Heiligabend, Honduras, Roatan
Dez
20
2006
Weiter gehts. Seit 8.00 Uhr sind wir unterwegs nach Roatan, Hauptinsel der Bay Islands.
Die letzten beiden Tage vor Joshs Cay stand ganz im Zeichen von Entspannung. Suesses Nichtstun auf einem herrlichen Eiland. Also…nochmal Kurzfassung von Guanaja! Wer absolute Entspannung in vollkommen stressfreier und urspruenglicher Atmosphaere sucht, dem sei diese Insel waermstens ans Herz gelegt. Zwar arbeitet man daran diese Insel fuer Touristen interessanter zu machen (u.a. zollfreie Zone, Strassenbau etc.) aber ich denke es wird noch einige Jahre dauern, bis sich hier echter Tourismus entwickelt. Derzeit gibt es ausser einer Handvoll Hotels nix, was den Standardtouristen hierher verschlagen wuerde. Also…. wer Interesse an Gastronomie, Tauchschule, Charterfirma, Jetskiverleih oder aehnlichen Tourismusdingen hat … hier ist der Platz wo noch einiges fehlt. Und die Grundstueckspreise sind (noch) seeeeeehr erschwinglich. Auch der Traum einer eigenen Insel kann noch guenstig verwirklicht werden.
Ok … wir erkunden jetzt aber erstmal Roatan … und machen uns schonmal Gedanken wann und ueber welche Route wir nach Belize aufbrechen.
Dieser Artikel wurde am 20. Dezember 2006 (Mittwoch) um 14:45 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Erstens kommt es anders …!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras, Joshs Cay, Roatan
Dez
16
2006
… solcher Haeuser (Daypic) kommt man schon ins Gruebeln.
Soetwas kostet hier ca. 50000 US und das Land drumherum ist auch erschwinglich. Da ist es wohl nicht verwunderlich, wenn man darueber nachdenkt sich hier niederzulassen
. Aber… Muetter… keine Sorge, wir sind ja erst am Anfang unserer Reise. Niedergelassen haben sich hier dafuer aber schon ca. 20 Deutsche und die gleiche Anzahl Amerikaner. Fast alle lernten wir gestern zur Mittagszeit in - Pirates Dan - kennen. Dies ist die angesagte Kneipe, wenn es darum geht sich waehrend des Einkaufsbummels zu erfrischen. Wie gesagt… Freitags kommt das Versorgungsschiff vom Festland und auf dem Hauptcay ist die Hoelle los.
Tja… und was soll ich sagen… die Hoelle endete erst 6 Stunden und reichlich Bierchen spaeter. Da wir derzeit das einzige Schiff in der Bucht sind, hatten uns natuerlich schon alle gesehen und wollten sogleich die Geschichte unserer Reise erfahren. Im Gegenzug erfuhren wir dann die Geschichten all derjenigen, die im Laufe der Zeit ihre Zelte hierher verlegt haben. Alte Vietnamveteranen, Wracktaucher, Explosionsspezialisten uvm. Alles in allem ein recht bunter Haufen mit noch bunteren Geschichten. Fuer heute nachmittag sind wir auf eine Hochzeit eingeladen. Mal schauen was da so geht
.
Ansonsten…. es ist mal wieder Festwachsgefahr!! Unser Ankerplatz hat etwas von einer Badewanne und die Temperaturen sind mit 26 Grad seeeeehr angenehm. Gut das wir am 27.12 in Belize City sein muessen um Heikes Schwester aufzupicken.
Dieser Artikel wurde am 16. Dezember 2006 (Samstag) um 08:02 Uhr geschrieben
... vor einem Jahr: Wir basteln uns einen Autopiloten …!!
Topics: Bay Islands, Guanaja, Honduras